Social Engineering & Phishing erkennen: So schützen Sie Ihre Mitarbeiter

Veröffentlicht am 30. March 2025

Social Engineering & Phishing erkennen: So schützen Sie Ihre Mitarbeiter

Cyberangriffe nehmen viele Formen an – doch besonders gefährlich sind jene, die sich nicht auf Technik, sondern auf Menschen konzentrieren. Social Engineering und Phishing zählen zu den häufigsten Methoden, mit denen Angreifer versuchen, Zugriff auf vertrauliche Informationen zu erhalten. Laut dem Verizon Data Breach Investigations Report 2023 sind über 74 % aller Sicherheitsvorfälle auf den Faktor Mensch zurückzuführen – insbesondere durch Phishing und Social Engineering.

Was ist Social Engineering?

Social Engineering beschreibt gezielte Manipulationsversuche, bei denen Täter versuchen, durch Vertrauen und Überzeugung an sensible Informationen zu gelangen. Sie geben sich zum Beispiel als Kollegen, externe Dienstleister oder IT-Mitarbeiter aus und bringen Betroffene dazu, Passwörter preiszugeben oder Zugänge zu öffnen – ganz ohne technischen Angriff.

Typische Szenarien:

  • Ein vermeintlicher Anruf aus der IT-Abteilung fordert zur Passwortweitergabe auf
  • E-Mails, die dringend zur Klickaktion oder Dateianlage auffordern
  • Bewerbungen mit Anhängen, die Schadsoftware enthalten

Social Engineering ist gefährlich, weil es sich auf menschliche Schwächen stützt – wie Hilfsbereitschaft, Respekt vor Autoritäten oder Zeitdruck.

Was ist Phishing?

Was ist Phishing genau? Im Kern ist es eine Methode, über gefälschte Nachrichten persönliche Daten abzugreifen – sei es per E-Mail, SMS oder sogar über soziale Netzwerke. Angreifer nutzen täuschend echte Absenderadressen und bekannte Logos, um Nutzer zu täuschen.

Oft wirken diese Nachrichten seriös: eine Bank fordert zur Dateneingabe auf, ein Onlineshop meldet Probleme mit dem Konto – doch wer darauf hereinfällt, gibt vertrauliche Informationen direkt in die Hände von Kriminellen.

Laut Statista gaben im Jahr 2023 rund 39 % der deutschen Unternehmen an, mindestens einmal von Phishing betroffen gewesen zu sein. Dabei entstehen nicht nur wirtschaftliche Schäden – sondern auch massive Vertrauensverluste.

Phishing erkennen: So bleiben Sie wachsam

Wer typische Phishing-Beispiele kennt, kann sich leichter schützen. Achten Sie bei verdächtigen Nachrichten auf folgende Merkmale:

  • Dringlichkeit: "Ihr Konto wird gesperrt, wenn..."
  • Abweichende oder kryptische Absenderadressen
  • Sprachliche Ungereimtheiten oder auffällige Rechtschreibfehler
  • Unerwartete Aufforderung zur Eingabe von Zugangsdaten
  • Verlinkungen, die auf ungewohnte Domains führen

Ein kritischer Blick – vor allem bei E-Mails mit Anhängen oder Links – hilft, Phishing zu erkennen, bevor Schaden entsteht. Studien zeigen, dass bereits 30 % der Empfänger einer Phishing-Mail auf den Link klicken, wenn sie nicht entsprechend geschult sind.

Social Engineering erkennen: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

Nicht jede interne Nachricht ist echt, nicht jeder Anruf kommt von einem echten Kollegen. Social Engineering erkennen bedeutet, Muster zu durchschauen und das eigene Bauchgefühl ernst zu nehmen.

Wenn eine Anfrage ungewöhnlich erscheint oder nicht zur Situation passt, sollte sie intern abgesichert werden – etwa durch Rückruf bei bekannten Kontakten oder direkte Nachfrage bei der IT. Lieber einmal zu viel nachfragen, als eine Sicherheitslücke zu öffnen.

Phishing-Schulung: So machen Sie Ihre Mitarbeitenden sicher

Technische Maßnahmen sind unverzichtbar – doch oft sind es Menschen, die versehentlich Türen öffnen. Eine zielgerichtete Phishing-Schulung hilft dabei, genau diese Schwachstellen zu schließen.

Inhalte einer effektiven Schulung können sein:

  • Typische Phishing-Mails und ihre Erkennungsmerkmale
  • Umgang mit verdächtigen Anrufen oder Nachrichten
  • Interaktive Übungen oder Simulationen
  • Klar definierte Meldeprozesse bei Sicherheitsvorfällen

Laut einer Untersuchung von Proofpoint sinkt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Phishing-Angriffs nach regelmäßigen Schulungen um bis zu 80 %.

Cyber Risiko Check: Kostenlos starten, gezielt absichern

Der erste Schritt in eine sichere Zukunft ist das Erkennen der eigenen Schwachstellen. Ein strukturierter Cyber Risiko Check zeigt, wie gut Ihr Unternehmen auf Bedrohungen wie Social Engineering und Phishing vorbereitet ist – und wo dringend Handlungsbedarf besteht.

Über die Plattform cyberrisikocheck.it können Sie ganz einfach eine kostenlose Erstberatung buchen. In einem persönlichen Gespräch erhalten Sie erste Empfehlungen, wie Sie Ihre IT-Sicherheit verbessern und Ihre Mitarbeitenden gezielt vor Angriffen schützen können – praxisnah und speziell für KMU.

Fazit: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Ob durch täuschend echte E-Mails, clevere Fragen am Telefon oder raffinierte Täuschungsmanöver – Angreifer nutzen psychologische Tricks, um Sicherheitsbarrieren zu umgehen. Doch wer Phishing erkennen kann und Methoden des Social Engineering versteht, macht es Kriminellen deutlich schwerer.

Setzen Sie auf Wissensvermittlung, regelmäßige Trainings und klare Kommunikationswege. So schaffen Sie eine Sicherheitskultur, die nicht nur Technik schützt, sondern vor allem Menschen stärkt.

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